Kunstmaler auf Abwegen
"Zweimal war ich bei den Russen in Gefangenschaft", schilderte der 48-jährige tschetschenische Asylwerber vor Gericht seine Fluchtgründe. Er leide unter Angstzuständen und wisse oft nicht, was er mache, erzählte der Mann, der in seiner Heimat als Kunstmaler gearbeitet hatte. Am 28. Februar 2007 sei es ihm, so der Angeklagte, "schlecht gegangen". Deshalb habe er in einer niederösterreichischen Stadt das Hallenbad aufgesucht. An diesem Tag wurden vier Garderobenkästchen aufgebrochen. "Ich hatte das Kästchen mit der Nummer 78", berichtete ein Zeuge. Während er sich umzog, habe er den Angeklagten gesehen, der sich mit einem Mann in Lederjacke unterhielt. Zur Sicherheit steckte der Badegast sein Handy in die Jackentasche und versperrte das Kästchen. Als er vom Baden zurückkam, war das Kästchen aufgebrochen. Das Handy im Wert von 540 Euro fehlte. Aufgebrochen waren auch drei weitere Garderobenkästchen. Einer der betroffenen Badegäste vermisste seinen Autoschlüss...