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Rasierklingen im BH

"Mit der Zeit kriegt man ein Gefühl dafür", sagte die Filialleiterin eines Drogeriemarktes. Sie hatte am 10. Jänner 2007 zwei Frauen - Mutter und Tochter - des Diebstahls überführt. "Die Mutter hat der Tochter etwas in den Ausschnitt gesteckt", berichtete die Filialleiterin. Das habe sie durch den Spion beobachtet. "Das ging so schnell! Das war ein Hammer!", wunderte sich die Filialleiterin. In kurzer Zeit hätten die beiden Frauen erstaunlich viele Waren im Gewand versteckt gehabt. Rasierklingen waren bei der 21-jährigen Tochter im BH verstaut, weitere Kosmetikartikel befanden sich in den Manteltaschen, Mantelärmeln und in den Handtaschen der Frauen. Sie habe, so eine Verkäuferin des Drogeriemarktes, die 40-jährige Mutter schon im Dezember 2006 beobachtet. "Vor Weihnachten ist sie einmal viel herumgeschlichen", sagte die Verkäuferin. "Sie dürfte bemerkt haben, dass wir sie beobachteten, und hat damals das Diebsgut im Geschäft hinter dem WC-P...

"Das ist gut trainiert!"

Auf den Diebstahl von Lederjacken und teurer Bettwäsche-Sets hatte sich ein 42-jähriger slowakischer Staatsbürger spezialisiert. Der Geschäftsleiter eines Textilgeschäfts hatte im März 2007 extra seinen Laptop zum Prozess mitgebracht. Er zeigte dem Richter, der Beisitzerin, den Schöffen, dem Staatsanwalt und dem Angeklagten sowie dessen Anwalt ein Video, das ein Jahr zuvor von der Überwachungskamera in seinem Geschäft aufgenommen worden war. "Da sieht man Sie beim Einpacken von Lederjacken! Das ist kein ganz schlechter Beweis", freute sich der Staatsanwalt. Und der Richter erklärte: "Das Video zeigt, wie Sie äußerst professionell zwei Lederjacken unter dem Mantel verstecken und das Geschäft verlassen." "Da ist viel Fingerfertigkeit dabei, das ist gut trainiert", fügte der Richter hinzu. "Das war ich", gab der Angeklagte zu, der kurz zuvor noch beteuert hatte, in dem Textilgeschäft nichts gestohlen sondern gemeinsam mit seiner Frau und seinen Kind...