1,6 Millionen verspekuliert

Einem ehemaligen Mitarbeiter einer Bank wurde vorgeworfen, seinen Dienstgeber massiv geschädigt zu haben. Er soll 1,6 Millionen Euro verspekuliert haben.

Der junge Bankangestellte begann 1999 in Wertpapiere zu investieren. Dazu verwendete er seine eigenen Ersparnisse, dann die seiner Lebensgefährtin und seiner Geschwister. Zunächst ging alles gut. Erfreuliche Gewinne motivierten den Bankmitarbeiter, weiter zu spekulieren. Im Jahr 2000 drehte sich der Wind. Die Kurse fielen und der Bankangestellte verpasste den richtigen Zeitpunkt, seine Aktien abzustoßen.

Sein Minus konnte er einige Jahre später wieder ausgleichen: 2005 ergaben sich für den Bankangestellten satte Gewinne. Damit konnte er die Verluste, die sich bei ihm und seiner Familie angehäuft hatten, wieder wettmachen. Trotzdem zog sich der Angeklagte damals nicht aus dem Wertpapiergeschäft zurück. Er wollte das Eigenheim, das er mit seiner Lebensgefährtin plante, mit Spekulationsgewinnen finanzieren.

Dazu eröffnete er in seiner Bank 13 fingierte Bau-Girokonten, was einige Zeit lang nicht weiter auffiel. Erst im Mai 2006, als der Druck zu groß wurde, erstattete der Mann Selbstanzeige. 

Er wurde wegen Veruntreuung zu einer Haftstrafe im Ausmaß von drei Jahren verurteilt, davon der Großteil auf Bewährung. Zehn Monate musste der Ex-Bankangestellte absitzen. Außerdem musste er an die Bank 120.000 Euro zurückzahlen, davon hatte er zum Zeitpunkt der Gerichtsverhandlung mit Unterstützung seiner Familie bereits 50.000 Euro beglichen.