Ehemann mit Tod bedroht
Ihren eigenen Ehemann soll eine 40-jährige Frau am 17. November 2008 im gemeinsamen Wohnhaus mehrmals mit dem Tod bedroht haben. Die Frau, eine gebürtige Slowakin, soll mit zwei Küchenmessern vor ihrem Mann „herumgefuchtelt“– so die Staatsanwaltschaft – und dazu geäußert haben: „Ich machen dir tot!“ und „Du musst weg!“
Wegen dieser Drohungen wurde die Frau zu einer bedingten Haftstrafe im Ausmaß von drei Monaten verurteilt.
Sie hatte zuvor bestritten, bei der Auseinandersetzung mit Messern hantiert zu haben. Ein Polizist, der im November zu dem Zwischenfall gerufen worden war, erklärte vor Gericht, dass er selbst im Vorzimmer der Wohnung zwei Küchenmesser gesehen habe.
Die Frau habe damals alkoholisiert gewirkt und selbst mehr oder weniger zugegeben, dass sie ihren Mann mit den Messern bedroht habe.
„Ich hatte getrunken, betrunken war ich nicht“, ließ die Beschuldigte vor Gericht den Dolmetscher übersetzen. „Niemand hat mich mit einem Messer in der Hand gesehen.“
Die Frau war bereits vor dem Vorfall im November Anlass für polizeiliche Interventionen gewesen: „Dreimal hat mich die Polizei aus dem Haus geworfen. Jedes Mal glaubten sie meinem Mann“, gab sie vor Gericht bekannt. Der Richter bestätigte: „Es ist aktenkundig, dass es Wegweisungen aus der Wohnung gab.“
Mittlerweile lebt das Paar in Scheidung, obwohl der Ehegatte die Trennung gar nicht will. „Wir haben eine gemeinsame Firma, die ist in den Konkurs geschlittert. Da liegen die Nerven blank“, teilte er als Zuschauer dem Richter mit. Offiziell aussagen wollte der Noch-Ehemann aber nicht.
„Das Gericht geht davon aus, dass im Zuge der Auseinandersetzung ein Messer im Spiel war“, begründete der Richter das Urteil.
Die Frau war darüber entsetzt: „Ich fühle mich unschuldig!“