Audi war gestohlen

Mit einem gestohlenen Audi A6 im Wert von 30.000 Euro wollte ein Berufskraftfahrer aus der Ukraine am 9. Februar 2010 die Grenze zu passieren. Polizeibeamte hielten den Fahrer an und stellten fest, dass das Auto am 20. Jänner 2010 in Italien gestohlen worden war. Der Lenker wurde verhaftet.

Vorige Woche stand der Mann vor Gericht. 

Er gab sich unschuldig: „Ich hatte keinen Verdacht, dass das Auto gestohlen sein könnte“, behauptete er. Ein ihm unbekannter Mann habe ihn gebeten, den Audi nach Bratislava zu überstellen. 

Auf einem Parkplatz sollte er den teuren Wagen dann an einen ihm ebenfalls unbekannten Empfänger übergeben.

„Hat der Mann, der Ihnen das Auto übergab, Ihren Ausweis verlangt?“, wollte der Richter wissen. 

„Nein“, antwortete der Beschuldigte. 

„Was hätte der gemacht, wenn Sie mit dem Auto irgendwo hin gefahren wären?“, wunderte sich der Richter.

„Er hatte meine Handy-Nummer“, wandte der Berufskraftfahrer ein. 

„Das Handy kann man jederzeit wegwerfen“, ließ sich der Richter von diesen Argumenten wenig beeindrucken. 

„Ist Ihnen bekannt, dass in Italien viele Autos gestohlen und in den Osten gebracht werden?“, fragte der Richter den Beschuldigten weiter. „Ehrlich gesagt, wusste ich das nicht…“, behauptete dieser.

Er wurde wegen Hehlerei zu acht Monaten Freiheitsstrafe auf Bewährung verurteilt und nach dem Prozess enthaftet.